Sex im Rollstuhl – Sexualbegleitung in Brandenburg

Shownotes

Für die erste Folge unserer Podcastreihe haben wir mit Marcel Mühlenhaupt gesprochen, einem Mann aus Berlin, der wegen einer körperlichen Einschränkung im Rollstuhl sitzt. Im Podcast erzählt er offen von seiner langen Suche nach Nähe, Intimität und einem selbstbestimmten Sexualleben. Fündig geworden ist er bei der Sexualbegleitung – einem Angebot, das für ihn weit mehr bedeutet als Sex.

Eine Folge von Eva Mauer

Dieser Podcast ist eine Produktion von MOZ und LR. All unsere Podcasts findest du auf https://www.moz.de/podcasts/

Transkript anzeigen

00:00:03: Ich habe damals Tantra für mich entdeckt, weil ich auf der Suche nach

00:00:06: mehr Liebe in meinem Leben

00:00:08: war.

00:00:08: Brandenburg!

00:00:09: Es hat sich angefühlt als würde ich

00:00:12: in einem Porno stehen.

00:00:14: Es war

00:00:14: so verrückt... Lass uns über Sex reden.

00:00:18: Eine Buscheparty aber im Darko wurde hart gefickt.

00:00:22: Ich glaube das Online-Dating für viele Menschen

00:00:27: ein Weg ist Einsamkeit zu entkommen?

00:00:29: Aber ich glaube nicht dass es für die meisten

00:00:32: funktioniert.

00:00:33: Wir sind der offizielle Sexarbeiter.

00:00:34: Das ist einfach ein stigmatisiertes

00:00:36: Berufsfeld,

00:00:37: also das älteste Gewerbe der Welt ziemlich sicher aber stigmatisiert.

00:00:43: Der Zusammenhang in Sexualität und Gesellschaft wird gar nicht gemacht wenn die Menschen mit körperlichen Einschränkungen auf der Straße sehen oder kennenlernen oder so kommen gar nicht auf die Idee dass menschen mit körberlichen Einschancungen den sexuellen Medien sind.

00:01:00: Es gibt wenig Privateres und Intimors als Sex, aber manche Menschen brauchen Hilfe dabei.

00:01:06: Zum Beispiel weil sie eine geistige oder körperliche Behinderung haben – so wie Marcel Mühenhaupt, den wir gerade gehört haben.

00:01:13: Er wohnt am Stadtrand von Berlin und sitzt im Rollstuhl.

00:01:16: Bei der Geburt hat sich die Nabelschnur um seinen Hals gelegt und durch den Sauerstoffmangel leidet er seitdem unter Spastiken und ist außerdem auf schwerhörig.

00:01:26: In seiner Kindheit hat die Behinderungen noch nicht zu einer große Rolle gespielt.

00:01:30: Die Probleme kamen erst später.

00:01:58: Und im Zusammenhang mit der Sexualität war das sehr schwierig.

00:02:03: Marcel will trotz der Schwierigkeiten ein erfülltes Sexualleben haben, als erwachsener Mann sucht er in seiner Umgebung nach Angeboten – er geht zu Tantra-Workshops!

00:02:13: Schließlich stößte auf das Thema Sexualbekleidung und auf Pamina.

00:02:17: Pamina wohnt im Barnim in Brandenburg.

00:02:20: Sie ist seit drei Jahren Sexualbegleiterin.

00:02:23: Ich habe sie zusammen mit ihrem Kollegen Tamayo getroffen einer von sehr wenigen Männern, die diesen Beruf ausüben.

00:02:30: Pamina und Tameo heißen nicht wirklich so – sie benutzen diese Namen im beruflichen Kontext.

00:02:35: Paminer selbst beschreibt die Sexualbegleitung so...

00:02:39: Für mich bedeutet es dass das Treffen sind, die offen sind für Nähe und Sexualität, die für Menschen mit Assistenzbedarf ausgerichtet sind oder anderen Menschen denen der Zugang zu Sexualität erschwert ist… ist dann sehr individuell, weshalb da die Anfragen kommen.

00:03:13: Es

00:03:26: sind ja ganz unterschiedliche Bereiche, aus denen die Menschen kommen, die Sexualbegleitung wahrnehmen.

00:03:33: Zum einen kann das eben einem schlechten Selbst oder einem negativen Selbstwertgefühl liegen nach einem Unfall, die jetzt eine anhaltende körperliche Einschränkung nach sich zieht.

00:03:45: dann wenn jemand zum Beispiel Zeit seines Lebens bei seinen Eltern gelebt hat und Durch seine Sozialisation eben in der Kindheit kategorisch ausschließt, dass Sexualität irgendwie überhaupt eine Möglichkeit für ihn ist.

00:04:00: Aber dann eben doch merkt das dieses Bedürfnis da ist und man eben Probleme hat es sich zu erschließen.

00:04:08: Viele berichten auch, dass die Partnersuche sich ziemlich schwierig gestaltet, dass da schon wirklich alles Mögliche probiert wurde.

00:04:14: Es gibt ja auch Apps und Online-Dating explizit für Menschen mit einer Einschränkung aber habe ich bisher noch nicht so... positive Resultate oder Resonanzen mitbekommen.

00:04:25: Was genau bei einem Treffengeschied sehr individuell und hängt auch von den Erfahrungen der Personen ab?

00:04:32: Naja, ist halt das Ding, dass viele Menschen schon seit teilweise Jahrzehnten oder überhaupt noch gar keine Sexualität erfahren konnten in ihrem Leben – auch wenn sie schon älter sind!

00:04:43: Und das natürlich dann... nicht so ist, dass es gleich aufs Ganze geht.

00:04:47: Sondern da erst mal ein ganz langsames Vertrauenaufbau und sich rantasten.

00:04:51: das Bedürfnis ist was zum Vordergrund steht.

00:04:54: Also... Das ist ganz stark abhängig von den persönlichen Erfahrungen der einzelnen Personen.

00:05:00: Wenn jetzt jemand schon irgendwie Pornos geguckt hat und sich daran selbst befriedigt hat dann bedeutet's die ganze Grundlage einer Vorstellung von Sexualität.

00:05:11: Dann trifft man sich quasi mit jemandem.

00:05:13: Die Person redet dann quasi darüber, aber hat auch gar nicht so den persönlichen Zugang dazu zu diesem wie funktioniert das jetzt miteinander.

00:05:22: Ich weiß gar nicht wie ich mich darin fühlen soll so ungefähr und dann geht es eben darum hey was wollen wir machen?

00:05:29: Was wünschst du dir?

00:05:31: Das sind meine Grenzen womit würdest du dich nicht wohlfühlen?

00:05:35: Und in den allermeisten Fällen ist es dann eben nicht so dass es direkt quasi um sexuelle Handlungen geht penetrativen Sex oder dergleichen, sondern wirklich näher erfahrbar zu machen indem man sich berührt streichelt und dann eben in Regionen vorstößt die vielleicht ein Thema sind.

00:05:55: Und das wichtigste dabei ist dann eben Konsens also dass man über seine Wünsche und Grenzen im permanentem Austausch steht mit seinem Gegenüber und so können dann wirklich schöne Erfahrungen entstehen und auch eine persönliche Entwicklung.

00:06:08: Ganz großes Thema bei der Sexualbekleidung ist Kommunikation über Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen.

00:06:14: Dafür braucht es teilweise ganz eigene Wege zum Beispiel weil wegen einer geistigen oder körperlichen Behinderung die verbale Kommunikation nicht so gut funktioniert.

00:06:25: Ja man liest eben die komplette Situation.

00:06:29: wie fühlt sich die Person?

00:06:30: Fühlt sie sich wohl?

00:06:31: Fühlte Sie sich wohl damit dass wir uns an der Hand halten?

00:06:35: Ist die Körpersprache jetzt vor- oder zurückkriegend?

00:06:37: Genau ist sie eher defensiv oder aktiv?

00:06:40: Kommunikation findet auf jeden Fall auf vielen verschiedenen Ebenen statt und nicht nur verbal.

00:06:46: Also man kann ja auch gemeinsam Konsens finden durch Gesten beispielsweise Menschen, die nicht verbal kommunizieren können.

00:06:56: Da wissen entweder die Personen selber oder die Betreuungspersonen wie man das machen kann, die Grenzen zu erfragen und abzustecken.

00:07:03: Das kann durch eine Handbewegung, durch einen Zwingkern, durch sonst was seinen Sprachkombiuter gibt es ja auch.

00:07:09: Also es gibt ganz viele Möglichkeiten, die man diesen Rahmen erst mal schaffen kann.

00:07:13: Und ich finde's auch wichtig zu betonen dass auf jeden Fall kein Grund sein sollte, dass man sagt okay dann kann die Person gar keine... Sexualität erleben.

00:07:22: Natürlich kommt es trotzdem ab und zu zu herausfordernden Momenten?

00:07:26: Also, es ist mir schon passiert dass eine Person irgendwie zustürmisch war und das man dann erst mal schaut so hey immer mit der Ruhe aber anders herum wenn ich mir unsicher bin.

00:07:40: also das ist bisher noch nicht passiert.

00:07:42: aber wenn ich mich unsicher wäre ist das überhaupt was diese Person möchte und nicht aus der Kommunikation mit dieser Person Klar hervorgeht, dass da ein Wunsch nach Sexualität besteht.

00:07:54: Dann ist das auch keine Möglichkeit?

00:07:56: Nee

00:07:56: ... maybe is a no.

00:07:57: So

00:07:58: läuft es ja ungefähr.

00:08:00: Auch Pamina und Tameo haben Grenzen, die ihnen wichtig sind.

00:08:03: Also ich ließe erst mal nichts aus in der Zeit.

00:08:06: Ich biete auch penetrativen Sex an.

00:08:09: Vorausgesetzt alles ist unterselben Sexstandards.

00:08:13: Meine einzige Grenze, die ich wirklich immer ziehe, ist, dass sich nicht küsse auf den Mund zumindest oder nicht geküsst werden möchte.

00:08:21: Genau, Küssen am Hals oder so ist okay.

00:08:23: Aber das was ich nicht mache auch immer... Natürlich eigentlich ein Wunsches der da ist und deswegen ist es vielleicht auch wichtig dass dann im Vorhinein zu sagen man sich darauf einstellen kann was möglich ist und was nicht.

00:08:41: In meiner Erfahrung war es bisher auch einige Male so, dass Menschen sich eine tiefergehende persönliche Verbindung wünschen In Anbetracht dessen, dass ich meine persönlichen Grenzen darlege.

00:08:57: Dass ich keine exklusive Beziehungen mit jemandem führe.

00:09:00: Aber in der Zeit, in der ich da bin für meine Klienten da bin entstehen da eben auch...

00:09:07: ...Zurugartpartnerschaften?

00:09:08: ...entstehen dann eben auch Partnerschaften die so gewisse Rituale beinhalten und Umgangsform miteinander.

00:09:17: Das ist das Ganze eben auch im In dem Wissen, dass das Ganze auf beruflicher Ebene stattfindet.

00:09:28: Man könnte fast sagen für... Das ist eben auch ein Bereich von persönlicher Beziehung und einen Wunsch nach einer gewissen Romantisierung.

00:09:39: Also ich möchte die eigentlich nicht sagen.

00:09:42: Aber

00:09:42: man baut nichtsdestotrotz eine Verbindung auf!

00:09:45: Manchmal dann regelmäßig, auch einmal im Monat oder so.

00:09:48: Natürlich entsteht da Vertrauen, entsteht eine gemeinsame Ebene die neu ist.

00:09:53: Ja,

00:09:54: häufig entsteht eben so eine Regelmäßigkeit.

00:09:57: Auch Marcel trifft sich regelmäßig mit Pamina.

00:09:59: Zweimal im Monats kommt sie zu ihm nach Hause.

00:10:02: Dass diese Treffen so regelmäßig stattfinden, ist ihm sehr wichtig.

00:10:05: Es ist eigentlich schwer in Morden zu fassen, weil das so ganz sensible Sachen sind, dass er ... es geht eigentlich mehr ums Fühlen!

00:10:15: Das Gefühl und das Bewusstsein wahrzunehmen, was man ja auch in Tantra lernt.

00:10:21: Aber Tantre hatte immer nur so ein Seminar, das geht nur Wochenende oder maximal eine Woche... ...und dann ist es vorbei!

00:10:31: Und dann ist sie wie beim Sport.

00:10:36: Man muss immer üben und verfeinern und rauskriegen, wenn man das anders machen kann oder wie das besser ist nicht nur in der Bewegung und auch in der Gefühlswahrnehmung.

00:10:47: Bevor Marcel auf die Sexualbegleitung gestoßen ist, hat er auch schon Erfahrungen mit Sexarbeitern ohne diesen Hintergrund der Sexualbekleidung gemacht.

00:10:55: Und mein Präzisionieren ist es ja so... Die sehen ihren Auftrag darin den Kunden zu befriedigen, also sexuell zu befridigen.

00:11:04: Bei Sexualbeleitung ging das nicht darum jetzt an eine sexuelle Befriedigung zu erwirken?

00:11:13: als Dienstleistung, sondern da geht es darum das therapeutisch zu unterstützen.

00:11:19: den Menschen mit körperlichen Einschränkungen dass er seine Erfahrungen nicht selbst erleben kann und die Erfahrung machen kann wie er sich selbst an sexuelles Wissen wahrnehmen kann müsste will auch Dachen ausprobieren kann sagen mir das gefällt mir nicht Das will ich lieber so haben, oder ich will was anderes machen.

00:11:41: Oder was ausprobieren und das machen Prostituierende nicht.

00:11:45: Die fragen auch nicht.

00:11:47: Aber grundsätzlich gibt es weniger auch.

00:11:48: Aber da geht keine wirklich therapeutische Fragen auf dieses Thema.

00:11:55: Gewaltfreie Berührungen zum Beispiel.

00:11:58: Das lernen Prostitituierenden nicht.

00:12:07: Also ich persönlich habe... kein Problem damit zu sagen, mein Beruf zählt zur Sexarbeit.

00:12:13: Ich würde auch gar nicht so einen großen Unterschied ziehen, weil ich denke in einem professioneller Esquart kann sicherlich auch Supersexualassistenz leisten wenn sie bereite sich auf die Personen einzulassen.

00:12:25: Machen fühle sich an.

00:12:25: Aber

00:12:26: andersrum ist irgendwo ja auch das Bedürfnis anscheinend da ein zugeschnittenes Angebot den Anführungszeichen zu haben mit einer gewissen... Achtsamkeit und Vorkenntnis halt auch, die man mitbringt.

00:12:41: Also ich persönlich möchte mich nicht davon abgrenzen Sexarbeiter zu sein.

00:12:46: Ich bin Sexarbeiter Und meine Arbeit ist Sexualbegleitung.

00:12:49: Das umfasst vieles andere in einem viel größeren Rahmen als jetzt eine sexuelle Dienstleistung im klassischen Sinne.

00:12:56: Aber ich möchte mich absolut nicht davon Abgrenzen, Sexarbetter zu sein.

00:12:59: Gleichzeitig isst die Arbeit für die beiden aber viel mehr als nur eine sexuelle Dienstleistungen.

00:13:04: Also erst mal habe ich es bisher bei meinen Klienten und Klientinnen so erlebt, dass die Dankbarkeit also, die ich unmittelbar spüre während wir diese Erfahrung gemeinsam machen.

00:13:15: So enorm groß ist...also das sich da manchmal wirklich fast anfangen muss zu weinen, weil ich mal sage, das ist so intensiv!

00:13:23: Dass diesen positiven Erlebnis heraus schöpfen, die Menschen so viel Stärke in ihrem Selbstwert Ansicht auf sich selber als Person, dass da total viel in Bewegung gerät.

00:13:37: Möchte ich vielleicht einen Partner haben oder so?

00:13:40: Oder will ich mal Dating ausprobieren oder sowas?

00:13:42: Also das stößt einfach sowas an was im Bewegungsgerät und was vorher still in der Ecke lag ungefähr so und unter den Teppich gekehrt wurde.

00:13:50: Und das ist einfach das was mich persönlich irgendwie am meisten bereicher sage ich mal immer in der Arbeit oder was mir das Gefühl gegeben hat zu hey das was ich machen will

00:14:00: Ja, ist bei mir auf jeden Fall auch so.

00:14:02: dieses Gefühl, wenn man rausgeht oder auch während eines Treffens von dass es unglaublich wertvoll ist für die Person.

00:14:09: Wenn man das gerade anbietet aber auch der Schmerz denn damit verbunden war die Jahre das nicht zu haben das kommt da ja auch hoch und all das gepaart und zu spüren man trägt gerade so beides überhaupt zu ermöglichen Das gibt mir noch ganz viel Kraft in meiner Arbeit auf jeden fall.

00:14:28: oder die Wertschätzung, die man dann vielleicht nicht so vom Außen bekommt.

00:14:33: Auch für Marcel geht es bei der Sexualbekleidung um viel mehr als nur um Sex.

00:14:38: Für ihn ist das eher wie eine Therapie.

00:14:41: Wenn ich gegen Sexualbegleide ohne Paraminer auf mich zugehend oder mit mir zusammen ist ... Ich muss dir nichts erklären!

00:14:49: Das ist völlig natürlich und völlig normal.

00:14:52: Und das ist unheimlich wichtig in dieser Erfahrung zu machen.

00:14:58: Weil oft ist es so, wenn ich eine Frau kennlerne und das entwickelt sich was.

00:15:04: Weil ja die anderen Frauen, die überhaupt keine Erfahrung oder weniger Erfahrungen haben mit Menschen in körperlichen Einschränkungen, bin ich einen Off-Danging der dann auch ein bisschen leiden oder führen und sagt Ja okay so und so aber diese Erfahrung zu machen dass jemand kommt und nicht überhaupt nichts machen muss und nix sagen muss dass es eigentlich erfülllich und natürlich ist.

00:15:31: Ich könnte mir vorstellen, dass Menschen die ... ich kann das nicht anders sagen als Menschen in die Keide körperlichen Einschränkungen haben, dass es da auch mehr im Konsens ist, das also natürlich zu

00:15:43: empfinden.".

00:15:44: Für ganz viele ist der Zugang zur Sexualbekleidung mit großen Hürden verbunden.

00:15:49: Besonders gilt das für Menschen, die in Einrichtungen leben Aber auch dort tut sich was.

00:15:57: Pamina und Tameo stellen sich regelmäßig in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung vor, und nehmen dort auch Treffen wahr.

00:16:04: Es wird schon häufig darauf geachtet dass das halt zu einer Uhrzeit ist wo jetzt vielleicht nicht so viel Tabularasa herrscht am besten halt vormittags oder wo gerade alle anderen beim Sport sind oder ähnlichen Freizeitbeschäftigungen das auch ein bisschen Ruhe herrschen weil ja auch diese Sorge da ist es mannicht die enden gewünschte Privatsphäre kriegt und gehört wird oder ähnliches.

00:16:27: Und dadurch halt auch nicht zu der entsprechenden Entspannung kommt, aber auch von der anderen Seite dass die Einrichtungspflegekräfte natürlich auch nicht wollen das mir wurde es mal so gesagt jetzt wortwörtlich dass uns ansonsten halt ein Aufstand in Anführungsstrichen entsteht wenn mitbekommen wird, dass ich da war oder eine Sexualbegleitung da war.

00:16:51: Aber halt manche sich das nicht leisten können oder einfach nicht für jeden.

00:16:55: diese Möglichkeit besteht und das wissen die Leute vom Personal natürliches.

00:17:00: Daher kann ich das auch verstehen.

00:17:02: aber das ist auch einer der Gründe weswegen es manchmal nicht möglich ist das dann umzusetzen.

00:17:07: Sexual Begleitung vor Ort.

00:17:09: Eine andere große Hürde ist die Finanzierung.

00:17:13: Pamina nimmt hundertfünfzig Euro die Stunde Tamio hundertsechzig.

00:17:18: Dazu kommen die Fahrtkosten und eine Fahrzeitpauschale, und eventuell kommen auch noch Hotelkosten dazu.

00:17:25: Eine generelle Übernahme durch die Krankenkasten gibt es nicht – auch wenn unter bestimmten Umständen ein Anspruch darauf

00:17:32: besteht.".

00:17:46: Ein finanzierten Job, wo das durchgewunken wurde.

00:17:51: Auch ohne eine nachträgliche Klage oder so wie das manchmal der Fall ist.

00:17:56: Genau aber es muss gut begründet sein.

00:17:58: beispielsweise dadurch dass man sagt selbstverletztes Verhalten verringert sich Probleme im betreuten Wohnen verringern sich besseres Selbstwertgefühl geringer dem beziehungsverhalten oder ähnliches kann ein Grund sein der dann wirklich auch Ja, im großen Sinne Teilhabe bedeutet und auch einfach Menschen würde.

00:18:23: Ich würd mir aber wünschen dass es eine einheitlichere Organisation gibt quasi wo ran man fest macht wer eine Finanzierung kriegt.

00:18:33: Dass sich irgendwie selbstverständlicher

00:18:34: ist vielleicht?

00:18:35: Naja aber ich finde das sollte nicht pauschal sein.

00:18:38: Es sollte keine pauschale Finanzierung geben weil damit würde man ja ne wiederholte Stigmatisierung irgendwie an den Tag legen, zu sagen alle Menschen mit einer Einschränkung hätten da einen Mangel ist ja nicht die Wahrheit sondern zu schauen wo es der entsprechende Bedarf wie kann er durch Sexualbegleitung verbessert werden und wie trägt das am Ende zuteil habe?

00:19:03: Und eine Lebensverbesserung.

00:19:06: Auch Marcel wünscht sich einen besseren Zugang zur Sexualbekleidung vor allem für Menschen, die nicht so selbstständig sind wie er und sich nicht einfach die Unterstützung selbst organisieren können oder vielleicht auch nicht bezahlen können.

00:19:18: Weil es gibt ja viele in diesen noch viel eingeschränkter als ich.

00:19:23: Und sie haben noch viel schwieriger mit normalen oder überhaupt Kontakt zu erlebenes oder Kontakte zu knüpfen.

00:19:35: Für dies ist das ein sehr gutes... Spielfeld, Übungsfeld ... sich selbst auch kennenzulernen.

00:19:45: Äh... Ja was will ich in meiner Sexualität?

00:19:52: Wie fühle ich mich damit und so in diese Richtung?

00:19:55: ne?

00:19:57: Und äh ... Deswegen finde ich das unglaublich wichtig, dass es solche Begleitungen

00:20:02: gibt.".

00:20:03: Es wird immer mehr über Sexualbegleitung gesprochen.

00:20:07: Auch in einigen Einrichtungen.

00:20:08: für Menschen mit Behinderung ist kein Tabuthema mehr.

00:20:11: Dennoch ist es immer noch ein sensibles Thema und das merkt Pamina auch in ihrem eigenen Umfeld.

00:20:18: Also hier im privaten Umfeld, in unserem Freundeskreis können wir offen darüber reden würde ich sagen.

00:20:27: Ich für meinen Teil weiß aber auch wie mich jetzt nicht erzählen kann oder will Und jeder dann auch einfach ein bisschen diskret damit um.

00:20:35: Oder letztens wurde ich an der Supermarktkasse von dem Hintermörder, sind wir kurz ins Gespräch gekommen und da hat er gefragt was ich arbeite.

00:20:41: Dann ist es natürlich auch ja... Tut mir leid!

00:20:43: Wir reden hier gerade seit einer Minute kann ich nicht sagen oder das möchte ich für mich behalten.

00:20:50: Ja.. Das

00:20:52: ist eben auch intim ne?

00:20:53: Ist

00:20:53: intim und ist dann vielleicht auch nicht immer der richtige Moment um das Thema aufzumachen.

00:21:02: Also Im persönlichen Lebensumfeld ist es für mich kein Thema, da offen darüber zu sprechen und auch innerhalb meiner Familie gehe ich offen damit um.

00:21:13: Was ich erlebe, ist dann eben schon bei einzelnen Personen in meiner Familie eine gewisse Befangenheit allgemein zu dem Thema Sexualität und einfach so eine Unfähigkeit darüber zu sprechen und das ist peinlich.

00:21:29: So ein unausgesprochenes geht ja gar nicht, dass du sowas machst ungefähr Aber dann

00:21:34: wird's meistens gar nicht angebrochen, weil das ist spannend.

00:21:36: Dann spürt man nur so eine gewisse Spannung irgendwie, dass es nicht einfach ist, dass ich das gerade gesagt habe für die Person mit der ich grade spreche.

00:21:44: Marcel hat einen ganz ähnlichen Umgang mit dem Thema – bis jetzt!

00:21:50: Im Moment ist es noch so, dass nur mit Leuten darüber reden, wo ich weiß, dass kein Problem ist.

00:21:59: Also jetzt hier bin ich öffentlich?

00:22:01: Klar... Ich fange jetzt damit an, das auch öffentlich damit umzugehen.

00:22:07: Und es gibt ja auch wenn man's recherchiert bei anderen.

00:22:11: Es gibt positive und negative Reaktionen darauf.

00:22:16: Die Sexualbegleitung ermöglicht Masselle Natürlichkeit bei einem Thema dass für Menschen mit Einschränkungen häufig mit Unsicherheiten barrieren und manchmal auch Scham verbunden ist?

00:22:26: Das ist so eine wunderbare Erfahrung!

00:22:29: Das hilft auch selber an der Natürlichkeit dazu hinzuentwickeln.

00:22:37: Ich finde sogar, ich gehe so weit, dass man eigentlich Sexualbegleitung auch mit Menschen ohne Behinderung zusammenarbeiten müssten und um dieses Feeling oder diese Barriere die da ist als zu lockern, dass sie auch ein Gefühl dafür kriegen das Menschen mit körperlichen Einschränkungen ganz normaler Menschen sind und Sexualität haben.

00:23:05: Ich habe damals Tantra für mich entdeckt, weil ich auf der Suche nach mehr Liebe

00:23:09: in meinem Leben war.

00:23:10: Brandenburg!

00:23:11: Es hat

00:23:11: sich angefühlt... jetzt würde ich

00:23:14: in einem Porno

00:23:14: stehen.

00:23:15: Es war so verrückt!

00:23:18: Lass uns über Sex reden.

00:23:19: Eine Buscheparty, aber ein Darko wurde abgefickt.

00:23:24: Ich glaube

00:23:25: dass Online-Dating

00:23:27: für viele Menschen

00:23:28: einen Weg ist Einsamkeit zu entkommen?

00:23:31: Aber ich glaube nicht das es für die meisten

00:23:33: funktioniert.

00:23:34: Also wir sind der offizielle Sexarbeiter, das ist einfach so.

00:23:36: ein stigmatisiertes Berufsfeld.

00:23:38: also es ist das älteste Gewerbe der Welt ziemlich sicher aber stigmatisiert.

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