Darkrooms – Mehr als Sex im Dunkeln

Shownotes

Wenn wir das Wort Darkroom hören, können sich viele Menschen nichts darunter vorstellen. Andere haben ein Klischee vor Augen: Ein dunkler Raum, laute Musik, ein undurchsichtiges Knäul an Menschen. Kurz ein Ort für nonymen Sex - meist zwischen homosexuellen Männern. Doch Darkrooms haben sich weiterentwickelt. In dieser Folge haben unsere Reporter versucht, etwas Licht in das Mysterium „Darkroom“ zu bringen. Sie haben sich die Geschichte dieser Orte für (halb-) öffentlichen Sex einmal angeschaut und außerdem mit Besuchern und einer Darkroom-Architektin gesprochen. Was geht an solchen Orten eigentlich vor und wie haben sie sich in den letzten Jahrzehnten verändert?

Eine Folge von Leon Gerleit & Ole Rockrohr

Dieser Podcast ist eine Produktion von MOZ und LR. All unsere Podcasts findest du auf https://www.moz.de/podcasts/

Transkript anzeigen

00:00:03: Ich habe damals Tantra für mich entdeckt, weil ich auf der Suche nach mehr Liebe in meinem Leben war.

00:00:09: Es hat sich angefühlt als

00:00:11: würde ich

00:00:12: in einem Porno stehen!

00:00:14: Es war

00:00:14: so verrückt!

00:00:16: Lass uns über Sex reden!

00:00:22: Ich glaube

00:00:23: das Online-Dating für viele Menschen ein Weg ist Einsamkeit

00:00:28: zu entkommen

00:00:29: aber ich glaube

00:00:30: nicht dass es für die meisten

00:00:32: funktioniert.

00:00:33: Wir sind der offizielle Sex-Arbeiter, das ist einfach ein stigmatisiertes Berufsfeld also es ist das älteste Gewerbe der Welt ziemlich sicher aber stigmatisiert.

00:00:42: Dark Dreams gibt es seit Jahrzehnten und auch wenn die wenigsten von uns schon mal in einem Waren haben wir doch alle dasselbe ktischeeberhaftete Bild vor Augen einen dunkler Raum fast nicht zu sehen extatische Musik noch extatischere Menschen Hedonismus in Reihenform.

00:00:57: Und wenn es um Darkrooms geht, herrscht noch immer das Bild von Männern die Sex mit Männern haben.

00:01:02: Orte mit eigenen Codes, eigener Geschichte entstanden in einer Zeit in der Homosexualität verfolgt wurde und schwuler Sex strafbar

00:01:09: war.".

00:01:10: Doch die Vorstellung vom Darkroom als reine Männerraum ist veraltet.

00:01:14: Heute nutzen Menschen aller Geschlechtsidentitäten solche Räume, um ihre Sexualitäten frei und miteinander ausleben zu können.

00:01:26: Wir sind Reporter bei der Märkischen Oderzeitung.

00:01:28: Im Rahmen unserer Podcast-Serie Brandenburg Lass uns über Sex reden, werfen wir heute einen Blick an ein sehr dunklen Ort – Darkrooms!

00:01:36: Sind sie wirklich so dunkel?

00:01:38: Und was erwartet einen dort als Gast?

00:01:41: Um das herauszufinden haben wir mit einem männlichen und einer weiblichen Besucherin gesprochen.

00:01:47: Außerdem hat uns interessiert wie konstruiert und organisiert man eigentlich einen solchen Ort für haltböffentlichen Sex.

00:01:54: Dafür sprechen wir mit einer Architektin die schon mehrher solcher Orte gestaltet haben.

00:02:04: Was erwartet mich in einem Darkroom?

00:02:06: Martin hat mit uns über seine Erfahrungen gesprochen, Martins Namen und Stimme haben wir verändert da er lieber anonym bleiben möchte.

00:02:13: Ich erinnere mich zum Beispiel an einen Darkroom der so versüß war und indem es jede Fläche gab, die man auch nicht verlassen soll Privatsphäre und auch Intimität sichergestellt wurde.

00:02:31: Man konnte natürlich alles sehen, es war schön die anderen Personen in Aktion zu sehen.

00:02:38: Gleichzeitig hatte man aber seinen eigenen Ort und konnte sich da frei ausleben und abschalten und musste keine Sorgen des externen Leute.

00:02:49: irgendwie in das geschehen dazukommen.

00:02:52: Ich erinnere mich an eine andere Erfahrung auf einer sex-positiven Partie, da war die Party sehr süß und die Stimme war für Party sehr Süß!

00:03:01: Und als wir dann in den Darkroom gegangen sind, haben wir eine... ...ne andere Stimmung wahrgenommen.

00:03:06: Eine sehr... ...jahrkalt... ...härtere... ...dominantere Stimmung.

00:03:11: Das war ne kuschel Party aber im Darkroom wurde hart gefickt und das war Für mich in dem Moment irgendwie ein Kontrast und da habe ich mich nicht so wohl gefühlt.

00:03:23: Und hab mit der Partnerin den Raum dann auch wieder schnell vergessen, Ich würde empfehlen ohne große Erwartungen im Darkroom zu gehen und sich Zeit zu lassen, vorn mal aktiv pьiert oder vielleicht erstmal irgendwo hinzusetzen, zugucken... ...und meine Recherze wollte sehen!

00:03:42: sich vorher Gedanken machen, für welche Themen offen ist und wo man vielleicht persönliche Grenzen hat wie man einem Abend nicht überschreiten möchte.

00:03:52: Dass man aber überrascht fühlt von einer Serie die man nicht erwartet hat oder interaktionen Menschen mit denen man nicht veröffentlicht.

00:04:01: Das kann natürlich immer passieren, sowohl in position als auch vielleicht im negativen.

00:04:07: Ich kann mir sehr viel vorstellen wieder in einen Darkroom zu gehen.

00:04:11: Ich finde, es ist ein super aufregendes Erlebnis was eine starke Erinnerung hervorruft.

00:04:18: Es ist super spannend und ja ich denke jeder Darkroom ist auch ein bisschen anders und auch jeden Abend anders stark abnicht davon welche Personen da drin sind und welche Dynamiken entstehen und welche Atmosphäre entsteht.

00:04:34: Ja?

00:04:34: Und freue mich auf die nächste Erfahrung in die Richtung!

00:04:38: Doch wie fühlt es sich als Frau an, in einem Darkroom zu sein?

00:04:41: Gibt es dort unangenehme Überraschungen?

00:04:43: Zora hat uns erzählt, wie es für sie war.

00:04:46: Ihre Aussagen liegen uns schriftlich vor und wir haben Sie nachsprechen lassen.

00:04:49: Auch Ihren Namen haben wir zum Schutz Ihrer Identität

00:04:52: geändert.".

00:04:53: hat aber auch mit der Historie von Dagmums zu tun und ist durchaus positiv, war es für mich beziehungsweise auch so gewünscht.

00:05:16: Ich habe mich grundsätzlich immer sehr wohl gefühlt – das liegt vermutlich auch daran dass ich Dagmumps historisch hauptsächlich auf schwulen Sex zwischen cis Männern konzentriert haben.

00:05:26: Klar gibt es Situationen gerade bei Selfersex und Verhütung auf die man als Frau grundsichtlich mehr achten muss oder sollte Aber das ist auch einfach analog zur Gesellschaft an sich.

00:05:37: Die grundsätzliche Awareness bei queeren Männern zum Beispiel Kondome zu benutzen, ist meiner Erfahrung nach sowieso höher.

00:05:44: Kann aber auch daran liegen dass ich vor allem in Gay und Queer Clubs beziehungsweise Clubs mit einer solchen Geschichte in Darkung war Und die entsprechende Content awareness und Support des Teams sehr hoch ist.

00:05:57: Consent and Awareness das sind wichtige Konzepte an Orten an denen viele verschiedene Menschen miteinander sexuellen Kontakt pflegen.

00:06:06: Im Grunde heißt es Man achtet aufeinander und vor allem darauf, dass niemandes Grenzen überschritten werden.

00:06:12: Manchmal gibt es sogar ein eigenes Awareness-Team was genau dafür die Verantwortung trägt.

00:06:18: Eigentlich ist das nicht verwunderlich, dass Menschen in solchen Räumen aufeinander Acht geben.

00:06:26: Historisch gesehen waren Darkrooms immer Orte an denen queere Menschen zusammengekommen sind um ihre Identitäten und Sexualitäten frei ausleben zu können.

00:06:35: Die moderne Darkroom Kultur beginnt Ende der neunzehntechziger Jahre in New York Eröffnet in Greenwich Village, das International Stadt eine Bar mit Darkroom.

00:06:46: Einlass nur in Leder oder Jeans.

00:06:48: Ein paar Straßen weiter liegt das Stonewall Inn, indem die Polizei im Jahr ne Ratze durchführt bei der sie teils brutal vorgeht.

00:06:57: Doch die Gäste wehren sich gegen die Schikanen der Ordnungskräfte.

00:07:00: noch in derselben Nacht in den darauffolgenden Tagen demonstrieren Menschen gegen das Vorgehen der Polizei.

00:07:06: Die Stonewall-Proteste gelten als Meilenstein im Kampf für Gleichberechtigung und Anerkennung.

00:07:10: Sie sind der Ursprung der heutigen Pride Paraden, die in Deutschland als Christopher's Street Day bekannt sind.

00:07:16: Mit dem neuen Selbstbewusstsein blüht in den Siebzigern auch die Kultur der dunklen Räume auf – Backrooms, Badehäuser, Sex-Kinos In New York, in San Francisco Und auch bald in Westberlin Wo rund um Schöneberg und Kreuzberg eine eigene Szene entsteht.

00:07:30: Doch diese Freiheit ist seit jeher gefährdet.

00:07:33: Konservativen ist sehr in Dorn im Auge und so sehen sich die Gäste auch immer wieder mit staatlichen Repressionen konfrontiert.

00:07:39: Ab Anfang der achtziger Jahre bedroht noch eine weitere Gefahr diese Freiräume.

00:07:44: AIDS.

00:07:44: Die dunklen Räume stehen im Verdacht, Brandbeschleuniger der Pandemie zu sein.

00:07:49: In den Jahren von dem Jahr fourzehnt die Badehäusern schließen.

00:07:52: New York folgt.

00:07:53: Auch in Deutschland versucht die Politik unter dem Vorwand der Prävention gegen die Darkrooms vorzugehen.

00:07:59: Doch die Subkultur lässt sich nicht verbieten und die Häuser, die offen bleiben, werden selbst zu Orten der Prävention.

00:08:05: Sie verteilen Kondome, hängen saver Sexplakate auf, arbeiten mit Gesundheitsbehörden zusammen.

00:08:11: Um die Jahrtausendwende gibt es dann ein Wandel in der Darkroom-Kultur.

00:08:14: In Toronto mieten Frauen im Jahr zweitausend an Baderhaus und veranstalten den Pussy Palace – eine Sexparty für Lasten, queere Frauen und Transpersonen.

00:08:23: Sie entwickeln eigene Regeln, die sie auch aufschreiben.

00:08:26: Wer da freien, wie fragt man?

00:08:28: Wie stelle ich Konsens her?

00:08:30: Diese Regeln sind Wegweiser der modernen Darkrooms und sie verbreiten sich weltweit.

00:08:35: In Berlin und Hamburg entstehen Darkrooms für Lesben in denen Konsens als elementarer Bestandteil gilt.

00:08:41: Aus den Schutzräumen für schule Männer in denen Anonymität als wichtigstes Gut gilt werden Räume für alle queeren.

00:08:56: hat den Badehäusern der Siebzigerjahre so etwas wie ein literarisches Denkmal gesetzt.

00:09:01: In seinem Buch Cruising Utopia beschreibt er sie, nicht als vergangene Nostalgie sondern als Versprechen einer queeren Zukunft.

00:09:08: Das blaue Licht des Baderhauses habe einen flüchtigen Blick auf eine Wetter öffnet die es noch nichts gibt.

00:09:13: Quirrenes sei noch hier aber wir könnten sie spüren Als warme Erleuchtung eines Horizons voller Möglichkeit.

00:09:22: Alles schön und gut Aber wie plant man Utopie?

00:09:25: Wie schafft man Orte, an denen sich solche Blicke an eine queere Zukunft erhaschen lassen?

00:09:30: Und genau hier setzt das DTF-Kollektiv aus Berlin an.

00:09:33: Jedes Jahr organisiert das Kollektiv einen Bereich für halb öffentlichen oder öffentlichen Sex – eine sogenannte Cruising Area – für das Hohlfestival in Firopolis bei Greffen Heinchen.

00:09:45: Der Anspruch des Kollektives ist es Menschen jeglicher Identitäten und sexuellen Präferenzen unter einem Dach zu bekommen.

00:09:53: Wie man einen solchen Bereich plant, um diese Frage zu beantworten haben wir mit der Architekten des Kollektivs Anouk Vogel gesprochen.

00:10:00: Anouq wie kommt man eigentlich dazu Darkrooms und Cruising Areas zu planen?

00:10:04: Ist das persönliches Interesse oder siehst du das rein professionell?

00:10:08: Das hat mich sehr gereizt und ich habe damit von Anfang an geliebäugelt und es ist dunkel Ich sehe nichts!

00:10:15: Ich hab vielleicht ein sehr hotten Typ irgendwie hinter mir oder neben mir Und ich bin aufgeregt.

00:10:22: Zwei Dinge, die mich immer gestört haben.

00:10:25: Ich sehe diesen Hortentypen nicht, den ich da hinter mir hergezogen habe.

00:10:30: Das ist einfach schade.

00:10:32: Und B, es gibt keine Möglichkeit für irgendwelche sexuellen Praktiken, die nicht im Stehen oder gegen die Wand gelegen stattfinden.

00:10:41: D.h.,

00:10:41: man kann sich nögens hinsetzen und hinlegen oder sich auch nur so halbwegs gemütlich machen.

00:10:47: Wer hat dich aufs Rollfestival geholt?

00:10:50: Befreundet ist das Kollektiv von mir, eine DTF.

00:10:53: Das ist auch in diesem Jahr vor drei Jahren entstanden.

00:10:57: Die DTF steht für Down to Fuck.

00:11:00: Ich dann, down to fuck erklärt sie, glaube ich, von selbst.

00:11:03: Sie sind ans Hallfest daran getreten und haben eben dort diese Nische oder diesen Mangel an

00:11:10: einem

00:11:11: Zwischenraum erkannt der sich so ein bisschen abseits bewegt von dem klassischen Cruising-Darkroom und haben das in Worte gefasst, dann haben wir ein Konzept aufgestellt.

00:11:23: Und haben diesen Mangel adressiert im Hohlgegenüber und alle waren begeistert und haben gesagt ja, es klingt toll!

00:11:31: Wir brauchen einen Ort der was dazwischen

00:11:34: ist.".

00:11:35: Und dann drei Wochen vor dem Festival ist denen aufgefallen dass keiner von denen Ahnung hat wie man Sachen baut.

00:11:42: Das waren alles Freunde von mir.

00:11:44: und dann habe ich eine Anruf bekommen ganz aufgeregt Und man so, Annuk, Annu, was hältst du davon?

00:11:51: Wir haben die Idee fürs Hall Festival und wir haben auch schon das OK bekommen.

00:11:54: Und wir haben das Badfeld und so weiter und wir sind da jetzt mit an Bord.

00:11:59: Aber wir brauchen jemand der weiß wie man Sachen baut.

00:12:02: Annuk hast du das mitzumachen!

00:12:05: Das DTF-Kollektiv war also praktisch dein erster Gigg, also deinen Zugang dazu... Darkroom-Planerin zu werden.

00:12:14: Mittlerweile baust du ja für verschiedene Kollektive und Partys in Berlin Darkrooms, aber vielleicht erzählst du uns mal am Beispiel von dem Cruising Space den du fürs DTF wie jedes Jahr auch dieses Jahr für das Hall Festival planst mal wie ihr diesem speziellen Anspruch gerecht werdet, den das DTF ja hat.

00:12:36: Nämlich möglichst viele Menschen verschiedenster Identitäten und sexueller Präferenzen an einem Raum unterzubringen.

00:12:45: Für dieses Jahr und auch die letzten Jahre im DTF-Zelt oder im DTF Space haben wir das so aufgeteilt dass es da gibt ein großes Hauptzelt und es gibt einen dazu gehörigen Garten unten außenbereich.

00:12:58: Dieses Jahr haben wir ganz klar das Innere des Zeltes und quasi unseren überredachten Raum als Weichenraum definiert, als Softspace.

00:13:07: Nicht in Bezug auf sexuelle Praktiken die dort passieren sondern auf die generale Atmosphäre um die Oberflächen.

00:13:13: Das heißt ein wichtiger Punkt was uns glaube ich auch herausstechen lässt in so einem Festival-Haus ist dass wir als erstes sagen Schuhe aus, aber wenn wir dieses Teil dran geben dann gibt es in diesem zelt verschiedene Bereiche Alle jedoch unter dem großen Sammelbegriff oder Definition von weichen Oberflächen und weichen Materialien.

00:13:35: Wie unterscheiden sich die Bereiche in diesem Zelt?

00:13:37: Ich würde sagen, es gibt insgesamt so drei Grobezonen in diesem Zeit.

00:13:41: Man kommt rein – das gibt ein Willkommen ins Tisch wo auch unser Gastgeber ist, wo man seine Schuhe ausziehen kann, wo alle möglichen Utensilien bereit stehen, Kondomikleidgill, Handesinfektionsmittel usw….

00:13:55: dann gibt es eine Zwischenzone oder so eine Ankommenszone, in der die starke Wohnzimmeratmosphäre hat.

00:14:03: Das heißt wir haben dort so etwas stehen und Zester ist im Tisch.

00:14:07: Es gibt eine Möglichkeit dass man nicht quasi direkt ins Geschehen geworfen wird sondern behutzaubrand geleitet wird und sie sagt okay ich komme jetzt erst mal an und ich kann mir selber überlegen was will ich denn eigentlich hier?

00:14:19: Wie weit will ich gehen?

00:14:20: Wohin will ich geben?

00:14:23: einen großen zentralen Bereich für alle, die ein bisschen exhibitionistischer veranlagd sind.

00:14:28: Das heißt eine große zwei bei drei Meter Arthratze.

00:14:32: Die Müttepunkt des Zeltes ist, die tatsächlich auch gut einsiebbar ist.

00:14:36: und was es mit den Menschen, die sich vielleicht erst mal ein bisschen an das Gefühl von öffentlichem Sex ran tasten wollen?

00:14:42: Jetzt natürlich... direkt so exhibitionistisch und offen hinzugeben.

00:14:47: Und in so einem großen Format mit mehreren Leuten nach einer großen Matratze ein Team zu werden, um Sex zu haben ist nicht jedermanns Sache!

00:14:55: Deswegen ist es auch wahnsinnig wichtig dass wir eben zusätzlich zu diesem Hourspace noch mindestens zwei bis drei private Nischen an den Ecken oder an den Rändern des Zells orientiert haben.

00:15:08: Jetzt hast du vorher beim Beschreiben das Raums das DTF-Kollektiv auf dem Hallfestival einnimmt, auch einen Garten-Avent.

00:15:19: Wie unterscheidet sich denn der was im Garten vor sich geht von dem was im Zelt vor sichgeht?

00:15:25: Wir machen den Garten zu etwas, was er eigentlich intuitiv nicht ist, nämlich in einem Ort, in dem es bisschen her dazugehen kann!

00:15:35: Wie schlägt sich das dann in der Gestaltung des Außenbereichs?

00:15:40: Das heißt, zusätzlich zu klassischen Lounge-Möbeln und Sitzgelegenheiten haben wir dieses Jahr vier kleine Pavilion geplant.

00:15:50: Die muss man sich so vorstellen.

00:15:52: Da ist zum Beispiel einer Beherbergte eine klassische Sexschauke.

00:15:59: in der nächsten ist eine Gruppenhängematte eingespannt würde ich mal sagen aus einem Sicherheitsnetz wie man es von Baustellen kennt.

00:16:07: das heißt dass kann auch Ohne Zweifel, das Gewicht von mehreren Männern in Aktion dran.

00:16:14: Genau ein dritter Isk tatsächlich sehr nah an einem klassischen Darkroom dran.

00:16:20: Das heißt wir sind im Außenbereich der ist aber hermitisch abgeregelt Es ist quasi ein mysteriöser Würfel komplett abgedunkelt und es gibt nur einen kleinen Schlitz einer Seite durch die man sich durchzwängen kann Und man weiß nicht was rein was erwartet, wenn man drinnen ankommt.

00:16:39: Dieses kleine Element soll genau diesen Aspekt von Anonymität und Überraschung und Ausprägung verdienen, den ein klassischer Darkroom eigentlich tut.

00:16:51: Jetzt gibt es also doch einen Darkroom nur im Garten?

00:16:54: Ja, das war nie der Anspruch.

00:16:56: Es ist mir wichtig, dass das nicht so verstanden wird.

00:16:59: Den klassischen Darkroom als traditionellen Ort für öffentlichen Sex in seiner Form und Funktion komplett... Es ist aber eben nur eine Art von vielen, vielen Möglichkeiten die ich mir vorstellen kann und vielen, viele Räumen dieser Art.

00:17:15: Die zeigen das es noch viele Alternativen dazu gibt auch nach der Prämisse.

00:17:21: je größer die Variationen und die Auswahlmöglichkeiten und die feinen Unterschiede an Orten die wir bieten oder die wir kreieren umso mehr Leute erreichen werden sich eben sonst so wie früher nicht getraut oder nicht wohl aufgehoben gefühlt haben in diesem klassischen Darkroom-Konzept.

00:17:44: In unserer Recherche über die Darkroom Kultur haben wir mit vielen verschiedenen Menschen gesprochen und es hat sich gezeigt, dass Klischee vom dunklen kalten Raum mit einer harten fast schon aggressiven sexuellen Stimmung ist veraltet.

00:17:54: heutzutage sind Darkrooms heller und gemütlicher als noch vor einigen Jahrzehnten Und das scheint anzukommen, unsere Gesprächspartner und Gesprächspartnerinnen berichten davon, dass sie sich so viel besser fallen lassen und ihre sexuellen Fantasien ausleben können als in einem klassischen Darkroom.

00:18:18: Wir danken allen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern.

00:18:31: Mehr zum Thema lesen Sie auf mods.de.

00:18:33: Mein Name ist Leon Gerleit

00:18:35: Und mein Name ist Ola Rockhorn.

00:18:37: Wenn sie Lust auf mehr haben, hören Sie auch gerne die anderen Folgen unserer Podcast-Serie Brandenburg.

00:18:42: Lass uns über Sex reden.

00:18:46: Ich habe damals Sandra für mich entdeckt weil ich auf der Suche nach mehr Liebe in meinem Leben war.

00:18:51: Brandenburger.

00:18:53: Es hat sich angefühlt als würde ich in einem Porno stehen.

00:18:57: Es war

00:18:58: so verrückt!

00:19:06: Ich glaube,

00:19:07: dass Online-Dating für viele Menschen einen Weg ist, Einsamkeit

00:19:12: zu entkommen.

00:19:12: Aber ich glaube nicht, dass es für die meisten

00:19:15: funktioniert.

00:19:16: Wir sind der offizielle Sexarbeiter und das ist ein stigmatisiertes Berufsfeld.

00:19:20: Das älteste Gewerbe der Welt ist ziemlich sicher aber stigmatisiert.

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